Letztens habe ich Ihnen eine Rückschau auf 2007 versprochen. Inzwischen ist 2007 aber so out, dass wir uns lieber auf die Gegenwart und die unmittelbar bevorstehende wunderbare Zukunft konzentrieren wollen. Ich stelle beim Studium von http://burgenland.orf.at/ mit Entsetzen fest, dass auf meiner persönlichen Audi-Teststrecke zwischen Oberwart Nord und Riedlinsdorf Süd ein Mopedauto „zum Raub der Flammen“ geworden ist, der SC Eisenstadt wie die heilige Familie „auf Herbergssuche“ ist und im Südburgenland ein „tödlicher Sturz vom Dachboden“ stattgefunden hat. Nebenbei lese ich in meinem Hausblatt, dem Londoner Daily Telegraph, dass sich die Regierungschefs der wichtigsten EU-Staaten zu einem Arbeitsessen treffen, um ein paar spanische Geschäftsbanken vor dem Untergang zu retten. Gähn…
Was uns das laufende Jahr an regionalen Errungenschaften bringen wird, steht in den Sternen und den Papieren unserer Dorfältesten. Ich selbst bereite mich auf den Beginn der Saison mit einigen ausgiebigen Urlauben vor. An sich, sie wissen es, bevorzuge ich die eigenen bescheidenen vier Wände und urlaube 365 Tage zuhause. Heuer jedoch zwingt mich eine Kombination aus Umständen und Wunsch nach Veränderung zu ein paar kurze Ausflügen.
Die kommenden Tage bis zum Wochenende verbringe ich noch hier im Mittleren Westen der USA. Vielleicht finden Sie Okmulgee auf einer Landkarte. Während des Ölbooms der 30erjahre war Okmulgee die Stadt mit den meisten Millionären pro Einwohner in den USA (und damit wohl der Welt). Seither hat sich die Stadt aber eher zurückentwickelt. Ein Besuch zahlt sich trotzdem aus.
Barcelona, Paris, London und Lungau stehen im ersten Halbjahr 2008 noch auf dem Programm. Ich bin mir aber stets meiner Verantwortung gegenüber meinem Dorf bewusst – nicht zuletzt in Hinblick auf die bevorstehende Saison für den Verschönerungsverein.
In einem Moment der Schwäche habe ich übrigens eine zweite „Obmannschaft“ übernommen. Für die Dauer eines Jahres darf ich dem „Verein zur Förderung von Genuss durch Nachhaltigkeit“ vorstehen und dessen Interessen vertreten. Etwas sperrig der Name, ich geb’s zu. Aber wert, unterstützt zu werden, wenn Ihnen regionale Biolandwirtschaft etwas bedeutet. Der Verein hat sich sein Domain „Genusskisterl.at“ schon gesichert. Demnächst werden Sie dort virtuell Bioapfelsaft und Lavendel-Badesalze probieren können. Ich weiß, Sie können’s kaum erwarten.
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