Eine Sache des Vertrauens

Finanzkrise? Nicht bei uns. Ganz im Gegenteil, gerade jetzt ist Optimismus angesagt! Vertrauen Sie doch bitte ruhig weiter, denn: Ihr Vertrauen….. ist unser Gewinn.

Gamerith Live in Wien: 12.Mai, 18. Mai, 19. Mai im Schuberttheater.
Tickets und Informationen hier.

Bei der Feldarbeit

Gamerith im Feld
Images: 2009 Trinnica Photography
….und noch einmal „Für Elise“.

Alles wird wieder gut

WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy bezeichnet die derzeitige Lage als „Katastrophe im Lehnstuhl“, weil die meisten von uns die Finanzkrise über die Medien, nicht aber am eigenen Leib erleben (ausser, Sie hätten ungeschickter weise vor drei Jahren beim Wiener Kaffeeröster und dem ehemaligen Schönwetter-Finanzminister Immo-Wertpapiere gekauft). Auch ich bin inzwischen zur Überzeugung gekommen, dass der Aufschwung schon hinter der nächsten Ecke lauert; die Frage ist nur, welcher: Der für Selbstversorger oder der für Investoren in Budapester Einkaufsparks?


Und wann sperrt wo das nächste Breitwand-Kino auf?!?!?!

Verschrottungsprämie: Ein Akt der Verzweiflung

Endlich hat die Regierung ein innovatives Mittel zur Konjunkturbelebung gefunden. Die Verschrottungsprämie. Eigentlich von den Deutschen abgekupfert – wie immer. Wer also seinen alten Porsche verschrottet, kriegt dafür den neuen Kia um 2500 Euro billiger. Natürlich kann auch ich nicht nachstehen und habe nun beschlossen, meiner Kundschaft eine Verschrottungsprämie für alte CDs anzubieten. Wer seine alte Gamerith-CD nachweislich verschrottet, den möchte ich mit einem Extrazuckerl belohnen: Die brandneue CD GUMMIBÄREN LÜGEN NICHT soll der Verschrotter zum Kuschelpreis von €9,99.- haben.

Und hier die Verschrottungs-Nummer zur Einstimmung auf den kommenden Wirtschaftsaufschwung…

Ich arbeite – genau wie die Zentralbanker

Die Gemeinde Oberschützen befindet sich in bester Gesellschaft. Auch die ÖBB, sowie einigen der größten Banken der Welt (Deutsche Bank, UBS, Morgan Stanley, Lehman) – und unzählige kleinere dazu – haben sich auf den Finanzmärkten verspekuliert. Warum soll es also der örtliche Gemeinderat nicht dürfen? Man kann es ihnen auch fast nicht übel nehmen. Geld wird nämlich heute kaum mehr durch die Schaffung von Werten, d.h. Arbeit, verdient, sondern durch Spekulation – und zwar mit derartig komplizierten Investment-Instrumenten, dass sie sogar die meisten Banker nicht verstehen. Sollten Sie Ihr Geld in einem von unzähligen Fonds investiert haben, dann, so darf man vermuten, haben Sie wahrscheinlich keine Ahnung, wo sich Ihr Erspartes gerade befindet – und in was sich Ihre Euros verwandelt haben. Amerikanische Einfamilienhäuser? Rumänische Einkaufszentren? Bulgarische Ferienwohnungen? Sibirische Flugplätze? Oder, am wahrscheinlichsten, eine Mischung aus all dem…

Das Geschäft mit Finanzpapieren ist bereits weitaus größer als die „eigentliche“ Weltwirtschaft, die tatsächlich Güter und Dienstleistungen produziert. Man kann dieses extreme Wachstum getrost eine „Blase“ nennen – und Blasen platzen irgendwann. Ach ja, es kann nämlich passieren (und das wurde bei diesen speziell ausgeklügelten Investitions-Vehikeln vergessen), dass Wirtschaften auch mal schrumpfen und Immobilien auch mal an Wert verlieren. Willkommen in der Gegenwart.

Nachdem ich, genauso wie die meisten von Ihnen, Wirtschafts- und Finanzkrisen gar nicht mag, und sich keine unserer zur Wahl stehenden politischen Parteien dieser Problematik ernsthaft angenommen hat (weil sie sich damit nicht auskennen?), habe ich beschlossen, mich selbst damit zu befassen und das Ergebnis meiner Studien in ein Kabarettprogramm zu verpacken.

Arbeitstitel: GELD – GAMERITH ERKLÄRT DIE WELT. Sehr selbstbewusst, ich weiß, aber man muss sich hohe Ziele stecken. Wie finde ich mir sonst ein Publikum? Sicher nicht, indem ich ankündige, in meiner Show SIVs (Structured Investment Vehicles) wie z.B. CDOs (Collateral Debt Obligations) oder MBS’s (Morgage Backed Securities) zu erläutern – obwohl viele von Ihnen genau dort ihr Geld „gespart“ haben.

Ein geläuterter, demütiger Mensch

Ich werde regelmäßig wegen der Unregelmäßigkeit meiner Notizen in diesem Blog gerügt. Dies freut mich aber mehr als es mich schmerzt, ist es doch als ein Zeichen der Wertschätzung zu betrachten, wenn Menschen das zu lesen wünschen, was meinen Gedanken entspringt.

Gestern noch war ich in Srebrenica, jener Stadt, welche die Brutalität und das Leiden während des Jugoslawien-Krieges der 90er-Jahre symbolisiert wie kaum eine andere. Heute schon ärgern mich wieder die Nacktschnecken im Garten, die meine selbst gekauften Lupinen mit einer Unverfrorenheit attackieren und zerstören, die jedem Tschetnik zur (zweifelhaften) Ehre gereichen würde. Aber sonst sieht der Garten aus wie noch nie – farbenfroh, vielfältig und durchgejätet, dass ich selber staune, wie ich das ohne die Hilfe meines Gärtners schaffe. Johann ist nämlich auf Urlaub. Und das ständig. Deshalb kümmere ich mich einstweilen selber um die Pflege des Anwesens. Und das seit Jahren.

Tatsächlich ist es gar nicht so sehr der Gärtner, der mir fehlt. Den vertrete ich gerne, ich sollte sagen: Mit Leidenschaft. Was mir viel mehr fehlt ist jemand, der die Auftritte verhandelt, die Korrespondenz erledigt, die Briefmarken klebt, das Auto zum Service bringt, einkaufen geht, Milch holt, Bankgeschäft abwickelt, Beerdigungen, Hochzeiten und Verschönerungsvereinssitzungen an meiner Stelle besucht, Topfpflanzen gießt, meine Mittagessentermine koordiniert und hie und da einen ordinären Witz erzählt. Also ein Privatsekretär.

Ich habe mich schon ein wenig im Bekanntenkreis umgehört, aber Sie werden nicht glauben wie schwer es heutzutage ist, anständiges Personal zu finden, das dem oben beschriebenen Profil entspricht. Die Ausbildung an unseren Schulen ist zu einseitig, die Lohnerwartungen zu hoch. Vorläufig tu’ ich’s also selber. Da braucht es aber niemanden zu wundern, wenn ich nicht zum bloggen komm’.

Halten Sie mich bitte nicht für einen elitären, arbeitsscheuen Gockel (auch wenn ich es vielleicht bin). Ich wünsche ihn mir nicht als Statussymbol, schon gar nicht aus Faulheit, sondern einzig und allein, um meine Lebensqualität auf ein Niveau zu bringen, das mir erlaubt, mich einzig und allein dem Schönen, Guten und Gewinnbringenden zu widmen.

Sie sehen, die Eindrücke des Lebens in Bosnien haben mich als geläuterten, demütigen Menschen zurückkehren lassen.

Vorsatz für 2008: Urlaub vom Urlaub

Letztens habe ich Ihnen eine Rückschau auf 2007 versprochen. Inzwischen ist 2007 aber so out, dass wir uns lieber auf die Gegenwart und die unmittelbar bevorstehende wunderbare Zukunft konzentrieren wollen. Ich stelle beim Studium von http://burgenland.orf.at/ mit Entsetzen fest, dass auf meiner persönlichen Audi-Teststrecke zwischen Oberwart Nord und Riedlinsdorf Süd ein Mopedauto „zum Raub der Flammen“ geworden ist, der SC Eisenstadt wie die heilige Familie „auf Herbergssuche“ ist und im Südburgenland ein „tödlicher Sturz vom Dachboden“ stattgefunden hat. Nebenbei lese ich in meinem Hausblatt, dem Londoner Daily Telegraph, dass sich die Regierungschefs der wichtigsten EU-Staaten zu einem Arbeitsessen treffen, um ein paar spanische Geschäftsbanken vor dem Untergang zu retten. Gähn…

Was uns das laufende Jahr an regionalen Errungenschaften bringen wird, steht in den Sternen und den Papieren unserer Dorfältesten. Ich selbst bereite mich auf den Beginn der Saison mit einigen ausgiebigen Urlauben vor. An sich, sie wissen es, bevorzuge ich die eigenen bescheidenen vier Wände und urlaube 365 Tage zuhause. Heuer jedoch zwingt mich eine Kombination aus Umständen und Wunsch nach Veränderung zu ein paar kurze Ausflügen.

Die kommenden Tage bis zum Wochenende verbringe ich noch hier im Mittleren Westen der USA. Vielleicht finden Sie Okmulgee auf einer Landkarte. Während des Ölbooms der 30erjahre war Okmulgee die Stadt mit den meisten Millionären pro Einwohner in den USA (und damit wohl der Welt). Seither hat sich die Stadt aber eher zurückentwickelt. Ein Besuch zahlt sich trotzdem aus.

Barcelona, Paris, London und Lungau stehen im ersten Halbjahr 2008 noch auf dem Programm. Ich bin mir aber stets meiner Verantwortung gegenüber meinem Dorf bewusst – nicht zuletzt in Hinblick auf die bevorstehende Saison für den Verschönerungsverein.

In einem Moment der Schwäche habe ich übrigens eine zweite „Obmannschaft“ übernommen. Für die Dauer eines Jahres darf ich dem „Verein zur Förderung von Genuss durch Nachhaltigkeit“ vorstehen und dessen Interessen vertreten. Etwas sperrig der Name, ich geb’s zu. Aber wert, unterstützt zu werden, wenn Ihnen regionale Biolandwirtschaft etwas bedeutet. Der Verein hat sich sein Domain „Genusskisterl.at“ schon gesichert. Demnächst werden Sie dort virtuell Bioapfelsaft und Lavendel-Badesalze probieren können. Ich weiß, Sie können’s kaum erwarten.

*******

Bier, Spülmaschinen, Spatenstiche und Renaults

Ich tue heute das, was meine Omi bis zu ihrem 100sten Lebensjahr wohl täglich getan hat: Ich gönne mir abends ein Bier. Nicht weil ich glaube, dass ich deshalb auch so alt werden könnte. Im Falle meiner Omi gab es Bier üblicherweise zum Nachtmahl während der „Zeit im Bild“. Ich selber enthalte mich solch harter Drogen (wie der „ZiB“) und genieße den goldnen Trunk jetzt, nach getaner Arbeit im 4 ½-Stern „Superior“ Hotel, von wo ich eben erst heimgekehrt bin. Ich hoffe, dass mein Spiel und mein Gesang heute auch „Superior“ war.

Für Fernsehen, das wissen meine Freundinnen, hab’ ich keine Zeit. Dafür steht in meiner bescheidenen Küche ein Radio aus einer Zeit, als diese vorne noch mit Städtenamen versehen waren (was ich nie ganz verstanden hab’) und dazu gibt’s in meiner Einbauküche dank der Firma Tischlerei Ing. Manfred Kirnbauer, seit einem Jahr – Sensation! – eine Spülmaschine. Ja, bei uns kommt die Spülmaschine aus der Tischlerei.

Aus dem Radio erfahre ich, in welchem fernen Land gestern ein Erdrutsch stattgefunden hat und wo der Terror gerade Station macht. Ich darf Sie beruhigen: Hier in Oberschützen ist zur Zeit alles friedlich. Zum Glück sind wir hier nämlich nicht so wichtig wie wir uns nehmen – und daher ist Reisen mit Dr.Richard und Jürgen Blaskovits (Busunternehmer aus Stinatz und mein Sitznachbar im 5.Gym) noch eine verhältnismäßig sichere Angelegenheit (verglichen mit der pakistanischen Südburg zum Beispiel, wo’s teilweise eher brenzlig ist).

Apropos Spülmaschine: Nicht dass Sie jetzt glauben, ich würde mich deshalb nicht mehr über Essenseinladungen freuen. Das vergangene Jahr war in dieser Hinsicht nur ein Teilerfolg. Höchstens zweimal pro Woche hatte ich fixe Mittagseinladungen, den Rest der Zeit musste ich improvisieren.

Davon abgesehen war das vergangene Jahr (und ich denke, wir dürfen vorsichtig mit einer Rückschau beginnen) über und über gefüllt mit positiven Ereignissen wie Wirtschaftswachstum, Technologiezentrumseröffnungen, Spatenstichen für Siedlungsbauten, Gemeinderatswahlen – und mein Nachbar hat einen neuen Renault (Gott sei Dank nur ein Renault. Stellen Sie sich vor, es wäre ein Deutscher. Ich müsste glatt ein Upgrading des eigenen Fuhrparks in Erwägung ziehen).

Eine intensivere Rückschau auf 2007 erscheint demnächst hier.

Tipps für Serlbstversorger

Die Sonne brennt seit Wochen auf unsere Gärten herab, so darf ich die Gelegenheit nützen, Sie darauf hinweisen, dass Ihre Blumen- und Gemüsebeete sich für eine großzügig angebrachte, dicke Schicht Mulch bestimmt dankbar erweisen würden. Nur so erhalten Sie die verbleibende Feuchtigkeit im Boden, und Ihre grünen Lieblinge werden die Zeit bis zum nächsten Regen unversehrt überstehen.

Als Mulch verwende ich Rasenschnitt oder Laub. Rindenmulch müsste man kaufen, was für mich persönlich nicht in Frage kommt, schließlich schöpft man als Naturgärtner lieber aus den eigenen Quellen. Beim Rasenmähen halte ich mich derzeit auch zurück, denn höheres Gras vermindert naturgemäß Feuchtigkeitsverlust, während kurz geschorene Rasenflächen schon jetzt, Ende April, einen hässlichen Braunstich aufweisen. Sollten Sie kein Laub im Garten lagernd haben, kann ich ihnen nur empfehlen, in Zukunft vorzusorgen. Bekanntlich fallen im Herbst massenhaft Blätter von den Bäumen. Statt sie zu verbrennen, sollten wir sie in den Wachstumskreislauf unserer Gärten einbinden.

Immer wieder bin ich überrascht, wie wenig Verständnis für die Zusammenhänge natürlicher Kreisläufe auch viele Gartenbesitzer in unseren Breiten haben. Es gibt in der Natur nichts, was nicht weiter verwendet werden könnte. Verrottbares landet auf dem Komposthaufen, dem Herzen jeden gesunden Gartens, Äste und gröbere Gartenabfälle lagern im hintesten Winkel Ihres Grundstücks und bieten dort als „Igelhotel“ Lebensraum und Rückzugsmöglichkeit für viele Tiere.

Selbst für den Fall, dass Sie auf Ihrem Grundstück eine Ölquelle finden, wird sich eine Nutzung dafür finden. Zur Abrundung Ihres Selbstversorger-Portfolio wäre so ein Fund gar nicht von Übel. So wäre Ihre Mobilität gesichert und Ihr persönlicher Energiebedarf im Verbund mit Solaranlage, Erdwärmepumpe und Kachelofen zu 100% abgedeckt.

Ich selbst hege allerdings auch gewisse Vorbehalte gegenüber einer Öl- oder Gasförderung im eigenen Garten. Das technische Equipment kommt schon einmal optisch nicht an eine Gartenhütte aus dem Hause Fürst/Willersdorf, oder eine Apollostatue aus einem Unterwarter Gartencenter heran – und selbst wenn man die Pumpen mit Efeu, Clematis und Geißblatt überwachsen ließe, so würde man dem Duft der blühenden Glyzinie gegenüber dem der Gaspipeline doch eindeutig den Vorzug geben.

Der Gedanke mag hier, in einer mit Thermalwasser gesegneten Region, abwegig erscheinen. In Oklahoma hingegen sind Gas- und Ölpumpen auf Privatgrundstücken keine Seltenheit. Die werden allerdings, das sei eingeräumt, nicht privat betrieben. Die Oklahomarische Gas- und Erdölfördergesellschaft besorgt das für die Leute. Eine Art BEGAS mit eigener Förderung sozusagen.

Ein eigenes Ölfeld fände ich schon interessant, eventuell noch auf Oberschützer Hotter, aber doch weit genug weg, dass mir und meinen Mitbürgern, die ja dann größtenteils meine Angestellten wären, keine Lärm- oder Geruchsbelästigung entsteht. Dagegen könnten sich nämlich schnell Bürgerinitiativen bilden (wir erinnern uns an Zwentendorf oder Hainburg), und wer einmal die Kronenzeitung gegen sich hat, der kann in Österreich gleich einpacken – auch mit Ölquelle.

So bleibe ich vorläufig lieber beim Komposthaufen als Energiequelle für meinen Garten und beim Schreiben erhebender Lieder als Basis für meinen Wohlstand.

Wussten Sie, dass in Saudi Arabien zwischen den „sand-rich“, dem alten Landadel, und den „oil-rich“, den durch Öl aufgestiegenen Neureichen, unterschieden wird? In Oberschützen hingegen gibt es die „land-rich“, die Besitzer und Pfleger von Grund und Boden und die „time-rich“, die mit viel Urlaub.

Selbstgebastelte Fußballzeitungen

Ein Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten hat mich so gerührt, dass ich ihn hier gerne verlinke. Meine Präsentation des Südburgenlandes hat in Linz offenbar einigen Eindruck hinterlassen, jedenfalls hat mich die Presse kurzerhand zum Tourismusdirektor gemacht. Die Idee gefällt mir ganz gut – theoretisch. Man sollte das Projekt „Torismusdirektor“ auf alle Fälle andiskutieren.

Andiskutieren – in Modewort, das ich heute unbedingt unterbringen wollte. Etwas ausdiskutieren bedeutet ja, es zu Ende zu diskutieren und zu einem Ergebnis zu kommen. Davor wollen wir uns natürlich hüten , denn das würde ja bedeuten, dass wir Taten folgen lassen müssten. Andiskutieren bleibt unverbindlich…

In Eisenstadt durfte ich gestern eine illustre Runde von Medienvertretern und Sponsoren der burgenländischen Leichtathletik unterhalten. Das Laufteam Burgenland unter Rolf Meixner hatte geladen, ich brachte ein paar Nummern aus meinem kabarettistischen Repertoire und erzählte Schnurren aus unserer Jugend. Rolf war nämlich Mitbegründer des 1.FC Admira Oberschützen und des Austria-Bayern-Fanclubs, der etliche Mitglieder zählte. Mitgliedsbeitrag waren 15 Schilling im Monat. Dafür bekamen Fans die selbst-kopierte Klubzeitung zugeschickt und konnten Autogrammkarten von Toni Polster et al bestellen. Cool, gell!?!

Rolf hat die Idee von Klubgründungen in der Leichtathletik erfolgreich weitergeführt. Nur geht es diesmal um österreichische Meistertitel und internationale Wettbewerbe, also in etwas größerem Rahmen als zu Zeiten des 1.FC Admira Oberschützen. Statt im Pfarramt selbstgebastelte Fußballzeitungen zu kopieren, verkehrt er nun mit den Granden der burgenländischen Politik und Wirtschaft und denen des österreichischen Sports.

Aber man wird eben älter, und somit ändern sich auch die Ansprüche. So war mir als Jugendlicher die Idee völlig fremd, dass Geld im Fußball irgendeine Rolle spielen könnte. In meiner Vorstellungswelt kickte man einfach des Kickens wegen. Ob Fußballer viel oder wenig verdienen, war mir völlig egal, dazu fehlte mir einfach der Bezug.

Das hat sich aber grundlegend geändert, und nun konzentriert sich all mein Streben auf die Anhäufung eines Vermögens. Übrigens: Ich habe zwei neue Gemüsebeete angelegt, da werden in den kommenden Monaten Tomaten, Fisolen, Salat und Rettiche meine Lebensqualität (und die der spanischen Wegschnecken) verbessern.

Nächste Seite »



Follow

Get every new post delivered to your Inbox.